Fliegenbekämpfung

Fliegen zur Weidesaison vertreiben Plus

Lästige Insekten auf der Weide führen zu Stress und Leistungseinbußen. Manche Parasiten können zudem Krankheiten übertragen. Wie Sie Ihre Rinder schützen, erfahren Sie hier.

Die wärmeren Tage kommen seit einigen Jahren immer früher zurück und bringen das Ungeziefer gleich mit. Je schneller die Temperaturen im Frühjahr ansteigen, desto schneller vollzieht sich in der Regel auch die Entwicklung der Insekten. In Schwärmen machen Fliegen, Bremsen, Mücken und Zecken den Weidegängern das Leben schwer. Das kann zu Leistungseinbußen und zur Übertragung von Krankheiten führen. Die gängigste Maßnahme, um den Fliegendruck auf der Weide zu senken, ist der Einsatz von Repellentien. Diese wirken über Kontaktgifte direkt am Rind.

Ohrclips für Jungvieh und Mutterkühe

Die auf dem Markt verfügbaren Ohrclips eignen sich vor allem für Jungvieh und Mutterkühe. Sie sind entweder wie eine dritte Ohrmarke einzuziehen oder an einer bereits bestehenden Ohrmarke zu befestigen. Die in den Ohrclips enthaltenen Wirkstoffe Cypermethrin oder Permethrin sind Kontaktinsektizide. Es kann zwar einige Tage dauern, bis sich der Wirkstoff vom Ohr des Tieres über alle Fellregionen verteilt hat, jedoch ist die Wirkungsdauer mit bis zu fünf Monaten im Vergleich zu anderen Mitteln hoch. Ist die Entscheidung für Ohrclips gefallen, sollte der Landwirt den Zeitpunkt des Einsatzes gezielt wählen.

Nicht zu früh einsetzen

Tierarzt Dr. Jan Ennen aus Friesland (Niedersachsen) rät, die Ohrclips erst ab Juni statt bereits zu Beginn der Weidesaison im April anzubringen. So sind die Rinder zur Insektenhauptsaison im September noch ausreichend geschützt. Auch Siegfried Steinberger, Weidespezialist der bayerischen Landesanstalt für Landwirtschaft (LfL),...