Milchvieh

Highlights des DairyEvents Plus

Die Teilnehmer der top agrar-Tagung löcherten die drei Referenten aus den USA, Kanada und aus Niedersachsen förmlich mit ihren Fragen. Hier ein Auszug der wichtigsten.

In den USA legen grosse Milchviehbetriebe ihren Fokus stärker auf niedrige Zellzahlen, weil dadurch mehr Milch möglich ist. Wie schaffen sie es, dauerhaft unter 100 000 Zellen zu bleiben?

Dr. Ben Shelton: Viele kleine Massnahmen tragen dazu bei. Der Schlüssel sind sicher saubere Kühe: Euter und Zitzen müssen immer sauber sein. Ausserdem müssen eine penible Melkhy­giene und eine durchdachte Melkrou­­tine eingehalten werden. Gute Betriebe überprüfen die Funktionalität ihrer Technik regelmässig, ziehen Tupferproben und trainieren ihr Melkpersonal permanent. Jegliche Schludrigkeit ist tabu. Kranke Kühe müssen frühzeitig identifiziert und separiert werden. Ein weiterer Beitrag ist der Einsatz eines Zitzenversieglers bei allen Kühen. Nur bei über 140 000 Zellen setzen wir antibiotische Trockensteller ein, übrigens auch bei den Färsen. Seitdem wir unsere Färsen mit Antibiotika und Zitzenversiegler behandeln, konnten wir die Zahl der Färsenmastitiden um 9 % senken und die Leistung in der ersten Laktation um 700 kg erhöhen.

Hitzestress führt zu höheren Zell­zahlen. Was empfehlen Sie dagegen?

Shelton: Eine wirksame Kühlung im Stall funktioniert nur über die Kombination von Ventilatoren mit...