Tierhaltung

"Kein Ackerbau für Tiere"

Dieses Fazit regt zum Nachdenken an: Auf Grasland ist die Remontenmast effizienter als Mutterkuhhaltung. Das zeigen Versuche von Eric Meili.

Nutztiere sind ressourcenhungrig: Sie beanspruchen 70 % (3,36 Mrd ha) der globalen landwirtschaftlichen Nutzfläche (LN). Von den 3,36 Mrd ha sind 30 % Ackerland, wovon 33 %, also 0,48 Mrd ha, für die Fütterung von Nutztieren verwendet werden. In erster Linie für den Anbau von Mais (13 %) und Soja (6 %).
Für Eric Meili, Nutztierberater am Forschungsinstitut für biologischen Landbau (FiBL), ist klar, dass die Nutztierhaltung unter oben genannten Umständen nicht sinnvoll ist. Sowohl aus Sicht der globalen Armutsreduktion wie auch aus Gründen der Ernährungssicherheit. Er setzt sich für «Feed no Food» ein.

Seine Philosophie lebt Meili auf dem eigenen Betrieb vor. Er mästet weibliche Mastremonten ohne Kraftfutter. Die Mast von Remonten gehört nicht seit jeher zum Betriebskonzept. Bis 2014 hielt Meili auf seinem Hof Mutterkühe. «Als 2014 die tierbezogenen Direktzahlungen wegfielen, überprüfte ich die Effizienz der Fleischproduktion mit Mutterkühen», sagt der Praktiker. «Dabei zeigte sich, dass die Mutterkuhhaltung (mit F1- Muttertieren) im Vergleich zur direkten Fleischproduktion auf dem Grünland durch Mastremonten deutlich weniger effizient ist.»
Die Praxiszahlen zeigen folgenden Vergleich: Bei gleich viel Trockensubstanz pro Hektare produzierte die Mutterkuhhaltung 424 kg Schlachtgewicht pro Hektare. Die Weidemast mit Remonten 956 kg/ha – das ist 2,25-mal mehr.

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