Tierhaltung

Kein Stall von der Stange

Der Laufstall der Familie Schipflinger aus Itter (Tirol) zeichnet sich durch eine optimale Altgebäudenutzung und höchstes Tierwohl aus.

Unser Grund und Boden ist das wichtigste Gut, das wir schützen müssen», ist Johann Schipflinger überzeugt. Damit kam ein Neubau auf der grünen Wiese für ihn nicht infrage. Stattdessen entkernte er den alten Anbindestall komplett und kann diesen jetzt als Jungviehstall und Fressbereich für die Milchkühe weiternutzen. Mit dem 3,9 m breiten Fressgang, einem Fress- Liegeplatz-Verhältnis von 1,2 : 1 und dem Jungvieh auf Hochboxen in Kammaufstallung ist die Nutzung des Altgebäudes kein schlechter Kompromiss, sondern ermöglicht höchstes Tierwohl.

Zudem konnte so das grosse Heu-lager oberhalb im Stadl weitergenutzt werden. Dreimal pro Stallzeit wird das Heu durch die Abwurfschächte direkt auf den Futtertisch aufgebracht und von dort an Jungvieh und Kühe verteilt. Seit jeher wirtschaften die Schipflingers als Heumilchbetrieb. Befahrbar ist der Futtertisch daher nur mit kleineren Maschinen wie dem Hoftrac. Im Frühjahr und Herbst bekommen die Tiere Frischgras, das ebenfalls im oberen Stock vom Ladewagen abgeladen und anschliessend...