Legehennen

Keine Zugluft für Hennen

Wenn sich die Klappen morgens zum Auslauf öffnen, bricht häufig die Luftführung im Stall zusammen. Mit dem Nachrüsten von gezielt steuerbaren Zuluftkaminen können Landwirte die Stallluft besser regulieren.

Optimale Temperaturen und hervorragende Luftqualität für die Tiere sind die Anforderungen, die jeder Betriebsleiter von der heutigen Lüftungstechnik erwartet. Theoretisch können die Techniken diese Anforderungen auch erfüllen, doch in der Praxis sieht es dann doch häufig anders aus. Vor allem die heutigen Legehennenställe mit Volierenanlagen sowie Wintergarten und Auslauf halten einige Schwierigkeiten in der Luftführung bereit. In den meisten Ställen in der Praxis sind die altbekannten Unterdrucklüftungssysteme verbaut. Solange der Stall, also der Zugang zum Wintergarten beziehungsweise zum Freiland, verschlossen ist, gelangt durch den von den Abluftventilatoren erzeugten Unterdruck die Frischluft gezielt über die Wandventile in den Stall. Sobald aber die grossen Öffnungen zum Wintergarten geöffnet werden, bricht der Unterdruck zusammen. Die Luft nimmt dann den Weg des geringsten Widerstandes und strömt durch die grossen Öffnungen.

Unterdruck fällt zusammen

Ist der Stall auch noch quer zur Hauptwindrichtung errichtet, steigt zusätzlich die Gefahr, dass durch den Winddruck die Luft durch den Stall schiesst. Dadurch bricht das verbaute Lüftungskonzept zusammen, und eine gezielte Lüftung und Versorgung der Legehennen mit Frischluft ist nicht mehr im vollen Umfang gewährleistet. Vor allem bei steigenden Temperaturen kann dann vielfach die Zuluft nicht gezielt in die Volieren geleitet werden, um dadurch auch einen Kühleffekt bei den Hennen zu erzielen. Im Winter hingegen kann der Zusammenbruch des Lüftungskonzeptes schnell zu „kalten Füssen“ bei den Tieren führen. Ebenso kann dies feuchte Einstreu im Scharrbereich und ein Auskühlen des Stalles zur Folge haben.

>> weiterlesen und erfahren, wie Sie dieses Problem beheben können (Ausgabe 10/2019, Seite 48)

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Artikel geschrieben von

Sebastian Bönsch

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