Mutterkuhhaltung

«Mit Natura-Veal stimmt die Fettabdeckung»

Das Ziel jedes Landwirtes ist es, eine hohe Wertschöpfung aus der Tierhaltung zu erzielen. Labelkanäle bieten die Möglichkeit, Produkte zu einem höheren Preis zu vermarkten. Martin Rohner hat das für ihn passende Label gefunden.

Warum haben Sie sich für das Label Natura-Veal entschieden?
Martin Rohner: Zuerst haben wir Natura-Beef produziert. Jedoch waren da die Rinder bei der Schlachtung immer zu fettig (Fettklasse 4 und 5). Beim Natura-Veal stimmt nun die Fettabdeckung. Zusätzlich hatten wir bei den Mutterkühen das Problem mit Mastitis, da die Kühe zu viel Milch gaben für ihr eigenes Kalb. Daher haben wir uns entschieden, noch Zusatzkälber anzusetzen, was bei uns auch sehr gut funktioniert.

Wo sehen Sie die Vorteile dieses Labels?
Rohner: Pro Kuh und Laktation können 2 bis 2,5 Zusatzkälber angesetzt werden. Somit wird die Produktion wirtschaftlicher als Natura-Beef. Auch sollte man schauen, dass die meisten Kälber im Herbst schlachtreif werden, weil dann der Erlös am grössten ist. Der Arbeitsaufwand in den ersten Tagen nach dem Zukauf der Kälber darf nicht unterschätzt werden. Diese Arbeitszeit muss verfügbar sein.

Welches ist an ihrem Standort die passende Rassenkombination?
Rohner: Weil wir die Mutterkühe intensiv füttern (Frühling bis Herbst intensive Kurzrasenweide), eignen sich Rassen mit hoher Milchleistung wie Simmentaler, Original Braunvieh oder F1-Mutterkühe. Reinrassige Limousin oder Angus sind bei uns nicht geeignet, da diese Tiere verfetten und für die Natura-Veal-Produktion nicht geeignet sind, insbesondere wenn man mit Zusatzkälbern arbeitet.

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vor von Reto Spörri

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