Legehennen

Nachhaltig füttern mit Split Feeding

Die Fütterung – ein wichtiger Erfolgsfaktor. Wertvolle Praxistipps für die Fütterung von Legehennen gibt Danielle Albiker im Interview.

Was gilt es bei der Fütterung von Legehennen grundsätzlich zu beachten?

Danielle Albiker: Der Bedarf an Proteinen und Aminosäuren sowie an Kalzium muss gedeckt sein, um eine gute Legeleistung zu gewährleisten und Federpicken sowie Kannibalismus vorzubeugen. Eine Zugabe von energiehaltigen Getreidekörnern und Kalzium in Form von Austernschalen oder Kalkgrit sollten erst am Nachmittag gefüttert werden, damit die Hennen genügend Mischfutter und damit Proteine, Vitamine und Spurenelemente aufnehmen. Denn die Hennen fressen nach Energiesättigung, was bedeutet, dass sie so viel fressen, bis sie genug Energie aufgenommen haben. Deshalb sollten die Körner erst am Nachmittag verfüttert werden. Von der Verfütterung von Früchten, Brot und Kartoffeln sollte der Produzent absehen. Sie enthalten zu viel Zucker und Stärke.

Nennen Sie uns typische Fütterungsfehler.

Albiker: Einerseits die unkontrollierte Körnergabe. Die Menge je Tag muss genau abgemessen werden, beispielsweise 20 g pro Huhn und Tag zu einem Ergänzungsfutter. Ausserdem haben stärkehaltige Küchenreste nichts im Legehennenstall verloren. Auch stösst man immer wieder auf Betriebe, die allen Geflügelkategorien das gleiche Futter anbieten. Legehennen, Aufzuchttiere oder Mastpoulets haben aber unterschiedliche Ansprüche und müssen deshalb mit einem an sie angepassten Futter gefüttert werden.

Aus welchen Komponenten besteht dann ein Legehennenfutter?

Albiker: Es besteht aus rund zwei Dritteln Getreide in Form von Weizen, Mais, Triticale und Reis, einem Fünftel Proteinen wie Soja, Rapsschrot oder -kuchen, Sonnenblumenschrot oder -kuchen sowie aus 10 % Mineralstoffen, vor allem Kalzium und Phosphor, sowie Vitaminen und Spurenelementen.

Das Interview lesen Sie in der aktuellen LANDfreund-Ausgabe 05/2019 in voller Länge.

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Artikel geschrieben von

Nadine Maier

Redaktorin

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