Raufutter-Enquête 2020

Proteinausgleich beim Dürrfutter

Die Dürrfutterqualität 2020 lag bei den Rohprotein-, Rohfaser-, NDF- und ADF-Werte im Durchschnitt der vergangenen Jahre. Der Zuckergehalt war aufgrund der sonnigen Perioden höher als in den Vorjahren. Bei solchem Futter ist besonderes auf einen optimalen Proteinausgleich der Ration zu achten, um einen Zuckerüberschuss zu verhindern.

Wer über keine eigenen Futterwerte verfügt, dem ermöglicht die jährlich publizierte Dürrfutter-Enquête Anhaltspunkte, wie es um die Futterqualität des Dürrfutters steht. Die Analysegehalte des Dürrfutters 2020 liegen im Durchschnitt der letzten fünf Jahre. Sowohl der mittlere Energiegehalt von belüftetem Dürrfutter mit 5.4 MJ NEL pro kg Trockensubstanz (TS), als auch jener von bodengetrocknetem Dürrfutter mit 5.1 MJ NEL pro kg TS hat Verbesserungspotenzial. Die APDE- und APDN-Gehalte sind ausgeglichen und weichen nicht vom mehrjährigen Durchschnitt ab. Die Rohprotein-, Rohfaser-, NDF- und ADF-Werte liegen im Durchschnitt der vergangenen Jahre. Der Zuckergehalt ist aufgrund der sonnigen Perioden höher als in den Vorjahren. Bei solchem Futter ist besonderes auf einen optimalen Proteinausgleich der Ration zu achten, um einen Zuckerüberschuss zu verhindern.

  • Die intensiven Futterbauregionen der Ostschweiz, aber auch das Mittelland und die Zentralschweiz stechen dieses Jahr sowohl mit guten Energie-, als auch Protein- und Rohfasergehalten heraus.
  • Jedoch treten in diesen ebenso wie in den restlichen Regionen Rohaschegehalte teilweise über 100 g pro kg TS, was aus Sicht der Futterhygiene zu vermeiden ist.
  • Das Wallis hatte 2020 eher Mühe Energiegehalte über 5.2 MJ NEL pro kg TS zu erreichen, entsprechend liegen auch die Protein- und die Rohfasergehalte unter beziehungsweise über den erwünschten Werten.
  • Die restlichen Regionen zeigen vergleichbare Gehaltswerte auf gutem Niveau.

Die Auswertung des Dürrfutters 2020 basiert auf rund 2400 eingesandten Proben bei der UFAG AG und Eurofins Scientific AG. Die Daten der Dürrfutter-Enquête 2020 werden in die Schweizerischen Futtermitteldatenbank Feedbase einfliessen und sind dort kostenfrei abruf- und einsehbar.