Tierhaltung

Reicht Gras allein für die moderne Milchkuh?

Zu Laktationsbeginn und bei hohem Leistungspotenzial reicht eine rein auf Gras basierte Fütterung für Milchkühe nicht aus. Nur mit Kraftfutterbeigaben lassen sich Einbussen in der Milchleistung und Fruchtbarkeit vermeiden.

In unserer Gesellschaft ist die Beachtung des Tierwohls in den vergangenen Jahren deutlich in den Vordergrund gerückt. Die hohe Akzeptanz von Wiesen- beziehungsweise Heumilch nebst gesundheitlich positiv bewerteten Gehalten an Omega-3-Fettsäuren spiegelt den Konsumenten das gleichsam selbstverständliche Bild der ausschliesslich mit Gras gefütterten Milchkuh wider. Zumal in der Schweiz, vor allem im Hügel- und Berggebiet, die landwirtschaftliche Nutzfläche massgeblich von Wiesen und Weideland geprägt wird. Dies suggeriert ein enormes Potenzial zur graslandbasierten Milch- und Fleisch- erzeugung mit Wiederkäuern, was auch mit den Direktzahlungen für die graslandbasierte Milch- und Fleischproduktion unterstützt wird.
Hinzu kommt der ökonomische Aspekt der Milchviehhaltung: Die Milchpreise decken vielerorts die Kosten nicht. Eine Möglichkeit, die Kosten zu senken, ist die Reduktion der Kraft-
futtergaben, zumal die weltweite Konkurrenz um Nahrungs- und Futtermittel dazu führte, dass die Kraftfutterpreise enorm stiegen. Dies gilt insbesondere für die Schweiz, wo die Entfernung zu den Importhäfen gross ist.

Gras, Silage oder Heu
Aber reicht eine allein auf Gras basierte Fütterung heute für die moderne Milchkuh? Forscher der Vetsuisse von der Universität Bern gingen in Zusammenarbeit mit Agroscope, unterstützt durch das Bundesamt für Lebensmittelsicherheit und Veterinärwesen (BLV), dieser Frage in einer Studie nach. Einen Einblick in die Ergebnisse erhalten Sie in den LANDfreund-Ausgabe 07/2018. >>kostenloses Probeheft bestellen

Milchmarkt 2019: Die Stunde der Wahrheit

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LANDfreund

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