Fleischhandel

Russland schafft 2020 die Einfuhrquote für Schweinefleisch ab

Die russische Regierung hat die ab 2020 geltenden Einfuhrquoten für Fleisch bekanntgegeben.

Während sich dem offiziellen Rechtsinformationsportal in Russland zufolge an den zollbegünstigten Importmengen für Rindfleisch mit insgesamt 570.000 t und bei Geflügelfleisch mit 364.000 t im Vorjahresvergleich nichts ändern wird, soll bei Schweinefleisch das Quotensystem abgeschafft werden. In den vergangenen Jahren lag die Einfuhrquote stabil bei 430.000 t Schweinefleisch. Im Rahmen des Kontingents galt ein Zollsatz von Null. Für Lieferungen außerhalb der Präferenzmenge wurde eine Abgabe von 65 % fällig. Das Kontingent wurde jedoch in den vergangenen Jahren nicht ausgeschöpft. Nach Angaben des Forschungsinstituts für Agrarmarktkonjunktur (IKAR) importierte Russland im vergangenen Jahr lediglich 61.300 t Schweinefleisch, vor allem, weil Lieferungen aus Brasilien wegen vorheriger Ractopamin-Funden gesperrt waren. Im Jahr 2017 wurden dagegen noch 281.200 t eingeführt.

Importzollsatz von 25 %

Ab Januar 2020 wird Russland im Einklang mit den Bestimmungen der Welthandelsorganisation (WTO) die Einfuhrquote abschaffen und stattdessen für alle Schweinefleischimporte einen Importzollsatz von 25 % anwenden. Für Länder der Europäischen Union, wie auch für andere westlich orientierte Staaten, gilt in Russland immer noch ein politisch motiviertes Einfuhrverbot für Lebensmittel, das auch Schweinefleisch umfasst.

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Artikel geschrieben von

LANDfreund

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