Schweine

Schweizer Schweinebestand erfreut sich guter Gesundheit

Der Gesundheitszustand des von der SUISAG betreuten Schweinebestandes in der Schweiz kann für das Jahr 2019 als sehr gut beurteilt werden. Dies geht aus einem Bericht hervor, den die SUISAG zuhanden des Bundesamts für Lebensmittelsicherheit und Veterinärwesen (BLV) erstellt hat.

Tiergesundheit ist ein zentraler Begriff in der Nutztierhaltung und ist auch Thema gesellschaftlicher Diskussionen. Beeinträchtigungen der Tiergesundheit können sich negativ auswirken auf das Tierwohl und auch auf die Lebensmittelsicherheit. Ausserdem beeinflusst sie die Produktivität der landwirtschaftlichen Produktion und hat damit auch eine wichtige ökonomische Bedeutung.

Aufgrund der hohen Relevanz der Thematik unterstützen Bund und Kantone den Aufbau und die Erhaltung gesunder, wirtschaftlicher Schweinebestände. Auf dieser Grundlage betreibt die SUISAG einen Schweinegesundheitsdienst (SGD). Dieser unterstützt eine tiergerechte Haltung sowie die qualitätsgesicherte Lebensmittelproduktion durch gezielte Beratung der angeschlossenen Tierhalter. Die Abdeckung des Gesamtbestandes durch die Basisleistungen des SGD ist in den letzten Jahren stabil bis leicht steigend. Bei der Zucht liegt sie bei mehr als 80 Prozent des Schweinebestandes, während sie bei der Mast bei knapp 60 Prozent liegt.

Die SUISAG hat für das Jahr 2019 zuhanden des BLV erneut einen Bericht zum Gesundheitszustand des Schweinebestandes in der Schweiz verfasst. Der Bericht basiert insbesondere auf der Auswertung der Gesundheitsdaten, die der SGD im Rahmen der Betriebsberatung erfasst. Die SUISAG verfügt mit der SGD-Datenbank über die mit Abstand grösste systematische Datensammlung im Bereich Schweinegesundheit der letzten 15 Jahre. Diese reicht von Besuchsprotokollen mit Erhebung von vielen Faktoren direkt auf den Betrieben, über Diagnostikresultate bis hin zum Tierverkehr. Die Daten werden genutzt für die Beratung der Betriebe, für epidemiologische Abklärungen und zur Vergabe des SGD-Status der Betriebe.

Der Bericht zum Jahr 2019 zeigt, dass der Gesundheitszustand der vom SGD betreuten Bestände als sehr gut beurteilt werden kann. Es besteht derzeit kein akuter Handlungsbedarf. Das Fehlen von grossen Problemen zeigt die Effektivität der SGD-Aktivitäten, insbesondere auch des Basisprogramms.

Für die Zukunft bestehen die Herausforderungen im Bereich der Schweinegesundheit bei der Bewusstseinsbildung, der Sensibilisierung und der Vorsorge in Bezug auf einzelne Krankheiten wie beispielsweise Afrikanische Schweinepest (ASP), Maul- und Klauenseuche (MKS) oder Enzootische Pneumonie (EP). Dies zeigt auch der aktuelle Fall der Tierseuche PRRS im Kanton Neuenburg. Dabei spielt das Thema Biosicherheit eine grosse Rolle. Die SUISAG ist mit der Entwicklung eines allgemeinen Biosicherheitstools und der Entwicklung der ASP-Risikoampel Schweiz aktiv an verschiedenen Hilfestellungen zur Optimierung der Biosicherheit auf den Schweizer Schweinebetrieben beteiligt.

Die aktuellen und absehbaren Umfeldentwicklungen zeigen, dass der SGD künftig an Bedeutung gewinnen wird. Dabei spielt die hohe Flächenabdeckung der Dienstleistungen des SGD eine entscheidende Rolle. Wichtig ist auch die Ergänzung der bisherigen Basisleistungen des SGD mit dem SuisSano-Programm, dem neuen Gesundheitsprogramm der SUISAG zum optimierten und reduzierten Einsatz von Antibiotika in der Schweizer Schweinehaltung, das derzeit grossen Mitgliederzuwachs verzeichnen kann. Zudem gewinnt die ganzheitliche Beratung der Betriebe in Bezug auf Gesundheit, Haltung, Genetik und künstliche Besamung zunehmend an Bedeutung. Der SGD hat als Teil der SUISAG dafür optimale Voraussetzungen.

Der Bericht zur Gesundheit des Schweinebestandes in der Schweiz 2019 kann unter https://www.suisag.ch/service/dokumente heruntergeladen werden.