Tierhaltung

So regulieren Sie Magen-Darm-Parasiten

Auch bei den Parasiten des Rindes gibt es Resistenzen gegen Entwurmungsmittel. Wie Sie vorbeugen können, zeigen Felix Heckendorn vom FiBL und Hubertus Hertzberg von der Universität Zürich.

Weidende Tiere sind Parasiten ausgesetzt. Aus wirtschaftlicher und tiergesundheitlicher Sicht ist der Wurmbefall eines der grössten Probleme in der weidebasierten Rindviehhaltung. Magendarmnematoden sind sehr weit verbreitet. Es handelt sich dabei immer um Mischinfektionen verschiedener Arten. Die Tiere nehmen die infektiösen Larven direkt über das Weidegras auf.
Im Vergleich zu den Kleinwiederkäuern, wie Ziegen und Schafen, haben Rinder einen deutlichen Vorteil: Sie sind in der Lage eine gute körpereigene Abwehr gegen Magen-Darm- Strongyliden aufzubauen. Dadurch ist es nicht nötig, Kühe zu entwurmen. Das wirkt sich positiv auf die Resistenzproblematik aus, weil insbesondere häufige Behandlungen diese beschläunigen.
Eine neue Studie des Forschungsinstituts für biologischen Landbau FiBL zeigt jedoch, dass bereits Resistenzen zu finden sind. «Es ist noch nicht schlimm», so Felix Heckendorn vom FiBL. «Während bei den Kleinwiederkäuern die Wurmmittel teils nur noch zu 30 % wirken, sind es beim Rind­vieh zwischen 70 und 100 %.» Trotzdem ist es an der Zeit, dass ein Umdenken stattfindet und Tierhalter den vorbeugenden Massnahmen zur Parasitenbekämpfung mehr Beachtung schenken.
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