Futtermittelbuchverordnung

Verfütterungsverbot von Hanf gelockert

Nach wie vor gilt ein generelles Verfütterungsverbot der ganzen Hanfpflanze. Hingegen darf man Hanfsamen und Produkte (Derivate) davon, an Nutztierarten verfüttern, welche keine Milch produzieren, die für den menschlichen Verzehr bestimmt ist.

Die Regelung in der Futtermittelbuchverordnung über die Fütterung von Hanf an Nutztiere führt immer wieder zu Anfragen. Agroscope macht darauf aufmerksam, dass nach wie vor ein generelles Verfütterungsverbot der ganzen Hanfpflanze gilt. Das betrifft zum Beispiel Stängel, Blätter, Blüten und Produkte davon. Hingegen dürfen Hanfsamen und Produkte (Derivate) davon, an Nutztierarten verfüttert werden, welche keine Milch produzieren, die für den menschlichen Verzehr bestimmt ist (beispielsweise Pferde).

Mit dieser Regelung will der Gesetzgeber sicherstellen, dass tierische Produkte, insbesondere Milch, frei von THC-(Tetrahydrocannabinol) bleiben. Der Hanf darf nur aus Sorten stammen, die die Anforderungen der Saat- und Pflanzgutverordnung (SR 916.151.1) erfüllen.