Gegen Tierhaltung

Volksinitiative „Massentierhaltung“ eingereicht

Die Gruppe „Sentience Politics“ hat ihre gesammelten Unterschriften für die Initiative «Keine Massentierhaltung in der Schweiz“ bei der Bundeskanzlei eingereicht. Der Schweizer Bauernverband erachtet die Volksinitiative als überflüssig. Sie bringe keinen Mehrwert für das Tierwohl.

Für die Volksinitiative «Keine Massentierhaltung in der Schweiz» hat die Organisation „Sentience Politics“ weit über die geforderten 100‘000 Unterschriften gesammelt. Diverse Organisationen wie Greenpeace, der Schweizer Tierschutz und die Jungen Grünen unterstützen die Initiative und wollen damit die sogenannte industrielle Nutztierhaltung verbieten.

Aus Sicht des Schweizer Bauernverbands (SBV) braucht es diese Initiative nicht. Die Schweizer Tierhaltung habe verglichen mit jener in anderen Teilen der Welt kleine Dimensionen. Begrenzung der Höchsttierbestände sind in Verordnungen bereits enthalten und verhindern eine industrielle Tierhaltung.

Schlupfloch beim Import
Bedenklich laut SBV sei aber die Importregelung. Auch wenn in der Initiative vorgesehen sei, dass der Bund Vorschriften über den Import erlasse. Der SBV geht davon aus, dass solche Vorgaben aufgrund der WTO-Vorgaben nicht umsetzbar seien. Bei verarbeiteten Produkten empfehlen die Initianten selber ein «pragmatisches» Vorgehen. Damit sei absehbar, dass bei tierischen Inhaltsstoffen in importierten Lebensmitteln weggeschaut würde.