Weniger Milch, mehr Käse

Die Milchproduktion sank im vergangenen Jahr um 55‘157 t (-1,6%) auf 3‘399‘271 t. Im langjährigen Vergleich ist das die tiefste Produktion seit 2007. Hingegen floss ein grösserer Anteil in die wertschöpfungsstarke Käseproduktion und erreichte mit 195‘114 t eine Höchstmarke.

Die Milchproduktion sank 2019 auf 3‘399‘271 t. Letztmals lieferten die Milchproduzenten mit 3‘260‘088 t Milch im Jahr 2007 noch weniger Milch ab. Die Anzahl Milchproduzenten sank um 520 und liegt per Ende 2019 bei 19‘048. Wie bereits im Vorjahr liegt der Rückgang bei denjenigen Grössenklassen, welche weniger als 300‘000 kg Milch pro Jahr produzieren. Im Gegensatz steigt die Zahl der Produzenten der Grössenklassen mit mehr als 300‘000 kg Jahresmilch.

Die Käseproduktion hat 2019 weiter zugenommen und erreichte mit 195‘114 t einen bisherigen Höchststand. Mit Ausnahme der Kategorie Hartkäse, welche leicht zurückgegangen ist, haben alle übrigen Kategorien zulegen können. Le Gruyère AOP ist der meistproduzierte Käse in der Schweiz gefolgt von Mozzarella, Emmentaler AOP und Schweizer Raclettekäse.

Gesteigerte Käseproduktion:

  • Bündner Bergkäse: +13.5 % auf 994 t
  • Vacherin Fribourgeois AOP: +7 %, 2‘903 t
  • Schweizer Raclettekäse: +2.9 %, 15‘693 t
  • Sbrinz AOP: +2.1 %, 1‘508 t
  • Le Gruyère AOP: +1.8 %, 29‘818 t