Rinder-Tuberkulose

Verkehrssperre für 25 Rinder in drei Tiroler Betrieben

Nachdem bei einem geschlachteten Rind Tuberkulose (TBC) festegestellt wurde, musste über rund 25 Rinder in drei Tiroler Betrieben eine Verkehrssperre verhängt werden.

Bei einem in der Vorwoche in Vorarlberg geschlachteten Rind aus einem Betrieb im Bregenzerwald wurden im Zuge der veterinärmedizinischen Fleischuntersuchung Anhaltspunkte für eine Infektion mit Tuberkulose (TBC) festgestellt. Nunmehr liegt für das betreffende Tier ein positiver PCR-Befund vor. In weiterer Folge wurde über rund 25 Rinder in drei Tiroler Betrieben eine Verkehrssperre verhängt.

Das bei der Schlachtung aufgefallene Tier wurde vom Vorarlberger Betrieb im April dieses Jahres von einem Betrieb aus dem Oberen Lechtal zugekauft und im Sommer 2019 auch dort gealpt. Da bei den nunmehr durchgeführten Untersuchungen im Tiroler Herkunftsbetrieb des Rindes kein weiterer Verdachtsfall festgestellt werden konnte, gehen die Tiroler und Vorarlberger Behörden davon aus, dass sich das Rind bereits im Sommer 2019 auf der Alm im Oberen Lechtal angesteckt hat. "Damit bestätigt sich, dass wir die TBC-Bekämpfung beim Rotwild in diesem Gebiet weiter ernst nehmen müssen. Die Gefahr, dass sich Rinder auf der Alm anstecken, ist offensichtlich noch nicht gebannt", bedauert LH-Stellvertreter Josef Geisler.

Keine weiteren Verdachtsfälle

Sowohl in Vorarlberg als auch in Tirol wurden sämtliche Kontakttiere des TBC-positiven Rindes untersucht. Dabei ergaben sich keine weiteren TBC-Verdachtsfälle. Nach den gesetzlichen Vorgaben wurden jene Tiere, die mit dem positiv auf TBC getesteten Rind heuer auf der Alm in Vorarlberg waren, mit einer Verkehrssperre belegt. In Tirol sind davon rund 25 Tiere in drei Betrieben in den Bezirken Reutte und Imst betroffen. Die Sperre wird im günstigsten Fall Mitte Jänner 2021 nach zwei weiteren vorgeschriebenen veterinärmedizinischen Untersuchungen aufgehoben. Solang können die gesperrten Tiere und deren Produkte nicht in Verkehr gebracht werden.